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Schwachstellengenese an Erddämmen als Resultat sedimentär-diagenetischer Alterungsprozesse
Sackmann, Andreas






| SWD-Schlagwörter: |
| Erddamm , Deich , Diagenese , Schwachstellenprüfung |
| Institut: |
| Institut für Geologie |
| DDC-Sachgruppe: |
| Geowissenschaften |
| Dokumentart: |
| Dissertation |
| Erstgutachter: |
| Udluft, Peter (Prof. Dr.) |
| Sprache: |
| Deutsch |
| Tag der mündlichen Prüfung: |
| 04.12.2001 |
| Erstellungsjahr: |
| 2001 |
| Publikationsdatum: |
| 17.03.2003 |
| Kurzfassung auf Deutsch: |
| In der vorliegenden Arbeit werden Dämme und Deiche als geologische Körper betrachtet, die in
einen natürlichen geologischen Rahmen eingebettet sind, einer Diagenese unterliegen und mit
geowissenschaftlichen Methoden zu erkunden sind. Dem gemäß werden alle geologischen
Prozesse und umweltbedingte Einflussfaktoren erörtert, die für die Alterung von Dämmen und
die Entwicklung von Schwachstellen von Bedeutung sind. Entscheidende Einflussgrößen sind
geogene, aber auch biogene, anthropogene und klimatische Faktoren.
Aus der Erkenntnis diesbezüglicher Zusammenhänge wird ein konzeptioneller Ansatz zu einer
rein zerstörungsfreien Erkundung von Erddämmen bezogen, die neben visuellen Erkundungen
und hydrogeologischen Methoden vor allem geophysikalische Verfahren, insbesondere die
Widerstandsgeoelektrik nutzt.
Der große Nutzen solcher Widerstandsmessungen ist vielfach belegt worden, wobei die
Anwendungen aber selten den akademischen Rahmen verlassen haben. Ungeeignete apparative
Ausstattungen und fehlende Messkonzepte für die speziellen Anforderungen einer wirtschaftlich
sinnvollen Dammerkundung sind als Hauptgründe für die geringe Praxisnähe anzusehen. Um
die zwischen theoretischer Eignung und tatsächlicher Anwendbarkeit klaffende Lücke zu
schließen, wurde sowohl für die großräumige als auch zur detaillierten Erkundung von Dämmen
optimiertes Zubehör entwickelt, mit dessen Hilfe zerstörungsfreie Untersuchungen mit hoher
Wirtschaftlichkeit möglich sind. Von dieser Entwicklung betroffen sind mechanisch belastbare
Multielektrodenkabel, verschiedene Erderkonstruktionen, Zubehör für die Aufnahme
geoelektrischer Profile und für die Widerstandskartierung, sowie insbesondere auch
geoelektrische Messsysteme für Untersuchungen zu Wasser.
Neue Messkonzepte und Ausrüstungsbestandteile für die Eigenpotentialmethode und die
Adaption der Mise-à-la-masse-Methode an die Dammerkundung vervollständigen den
instrumentell/ methodischen Komplex.
Als Fallbeispiele für die Umsetzung dieser neuen Konzeption dienen geophysikalische
Komplex-Messungen in Verbindung mit der Aufnahme visueller Befunde. Die Untersuchungen
wurden, exemplarisch für Stauhaltungsdämme, am östlichen Rheinseitendamm sowie,
exemplarisch für Deiche, an einem Kanaldeich im nordöstlichen Ruhrgebiet durchgeführt. |