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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bvb:20-opus-42166
URL: http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/volltexte/2009/4216/


Klinische und computertomographische Untersuchungen zur Einheilung von freien Knochentransplantaten im Unterkiefer des Schafmodells

Clinical and computertomographic research of incorporation of free bone transplants in the mandible of sheeps

Stolke, Annika

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SWD-Schlagwörter: Knochentransplantation , Computertomographie , Augmentation , Unterkiefer , Schaf
Freie Schlagwörter (Deutsch): qCT
Freie Schlagwörter (Englisch): qCT
Institut: Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie
Fakultät: Medizinische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Kübler, Alexander (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.12.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 15.12.2009
Kurzfassung auf Deutsch: 90

Die autogene Knochentransplantation mittels Beckenkamm zur
Unterkieferaugmentation stellt bis heute den Goldstandard dar. Verschiedene
Operationsverfahren sind bereits in der klinischen Anwendung. In der vorliegenden
Studie wurden verschiedene Konditionierungen des Transplantatlagers einander
gegenübergestellt, um die Augmentationsmethode mit der größtmöglichen
Volumenerhaltung des Transplantates zu identifizieren.
Das Ziel der vorliegenden Untersuchung bestand im Vergleich verschiedener
Unterkieferaugmentationsverfahren mit Beckenkammtransplantaten beim Schaf.

Sechzehn Schafen wurden nach vorheriger Transplantatlagerkonditionierung autogene
kortikospongiöse Knochenstücke vom Beckenkamm auf den lateralen Unterkiefer
transplantiert.
Insgesamt wurden sechs verschiedene Operationsverfahren miteinander verglichen,
indem die aus dem Schafunterkiefer gewonnenen Proben zunächst makroskopisch
beurteilt und dann formalinfixiert in der QCT ausgewertet wurden. Zuletzt erfolgte noch
die histologische Aufbereitung mittels einer HE-Färbung und mikroskopischen
Beurteilung der Proben.
Es zeigt sich, dass die Unterkieferaugmentation mit spongiosaseitiger Auflagerung des
kortikospongiösen Knochenspans vom Becken des Schafes allein eine suffiziente
Methode darstellt. Der Knochenspan heilt gut ein, die Einheilung geht jedoch mit einer
ausgeprägten Volumenminderung des Transplantates einher, so dass 12 Wochen nach
der Augmentationsoperation mit einem Transplantatverlust durch atrophische und/oder
resorptive Vorgänge zu rechnen ist.
Das Anfrischen des Transplantatlagers durch Perforation der Kortikalis erbringt in
unserer Studie keinen Vorteil gegenüber dem nicht perforierten Empfängerbett. Im
Gegenteil ist zu bedenken, dass durch raschere Vaskularisation aus den eröffneten
Spongiosaräumen eine schnellere Resorption bedingt werden kann. Es wurde eine
beschleunigte Atrophie und die Gefahr von Hämorrhagien in der Kontaktregion von
Transplantat und Transplantatlager mit nachfolgendem infektiösem Transplantatverlust
beobachtet.

Auf den Erhalt des Periosts sollte bei der Transplantation penibel geachtet werden. Wie
in der vorliegenden Studie gezeigt, kann das Periost ein vermehrtes Eindringen nicht-
osteogener Zellen verhindern und vermeidet dadurch einen bindegewebig bedingten
Umbau des Transplantates.
Eine Konditionierung der Transplantation mittels Auflagerung einer resorbierbaren
Kollagenmembran zeigt deutliche Vorteile gegenüber einer Transplantation eines
kortikospongiösen Spans allein. Eine gesteigerte Knochenneubildung führt zu einem
Volumenerhalt des Transplantates. Grundvoraussetzung dafür ist jedoch die intakte und
nicht dislozierte Membran.
Bei intakter Membran und darunter zusätzlich eingebrachten BioOss®-Partikeln ist der
größtmögliche Volumenerhalt des Transplantates in der vorliegenden Studie beobachtet
worden. Zu beachten ist jedoch auch eine vermehrte Infektionsanfälligkeit dieses
Verfahrens. Eine Anpassung des Transplantatlagers und eine rigide Fixierung des
Transplantates ist eine unabdingbare Vorraussetzung für eine erfolgreiche
Unterkieferaugmentation mittels eines kortikospongiösen Knochenspans bei allen
untersuchten Verfahren.
Die in unserer Untersuchung angewandte Methode der QCT -Messung hat sich als gutes
Verfahren zur Messung der Knochendichte erwiesen. Spongiöser und kortikaler
Knochen konnten ohne Beeinflussung durch bindegewebige Strukturen gut
unterschieden werden. Allerdings sollte für eine möglichst gute Vergleichbarkeit der
Ergebnisse sowohl die ROI- Positionierung als auch die ROI-Größe vor Beginn der
Messungen standardisiert werden, um eine größtmögliche Reproduzierbarkeit zu
erreichen.
Kurzfassung auf Englisch: The autogenous iliac corticocancellous grafting still represents the golden standard in mandibular augmentation. Various surgical techniques are already performed. In this study six surgical techniques are compared to identify the one with the most volume maintanance of the graft.
Sixteen adult sheeps recieved iliac corticocancellous graft alone, corticocancellous graft plus host bed perforation, corticocancellous graft plus periosteum excision, corticocancellous graft plus collagene membrane coverage, corticocancellous graft plus BioOss®/collagen membrane coverage or corticocancellous graft plus silikone barrier separating host and graft.
The findings were analyzed by macroskopic comparison, by quantitative computertomography and by routine microscopy like H&E staining.
It was shown, that corticocancellous grafting alone is a sufficient method for augmentation of the mandible. The graft incorporates completley but pronounced resorption was observed 12 weeks after surgery.
The host bed perforation does not give any advantage compared to the corticocancellous grafting alone. Besides you have to consider the fact of early resorption due to increased vascularisation and infection and loss of the graft due to hemorrhagia.
The preservation of the periost is unevitable because of extensive infiltration of the graft by connective tissue was only seen in the periosteum excised group.
Minimal loss of graft volume was seen in collagene membrane group without membrane displacement.
A volume maintanance 16 weeks after surgery was only observed in the BioOss® group with new bone formation within and around BioOss® compartment. But a precondition is the rigid placement of the membrane and no infection occuring during incorporation.
The quantitative computertomography is a valid method for messuring bone mineral density. Cortical and cancellous bone have been able to be mesured separatly without the influence of connective tissue. But to recieve a reproducible result the messurement of the regions of interest should be standardized.

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