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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bvb:20-opus-43842
URL: http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/volltexte/2010/4384/


Histomorphologische Charakteristika klinisch gesicherter Bisphosphonat-assoziierter Kiefernekrosen

Histomorphological characteristics of clinically ensuered bisphosphonate-associated osteonecrosis of the jaw

Dax, Svenja

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SWD-Schlagwörter: Histopathologie , Nekrose , Diphosphonate
Freie Schlagwörter (Deutsch): Bisphosphonate , Kiefernekrosen , Histologie
Freie Schlagwörter (Englisch): bisphosphonate , osteonecrosis of jaw
Institut: Pathologisches Institut
Fakultät: Medizinische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Rosenwald, Andreas (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.12.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 11.01.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Bisphosphonate finden
seit mehr als 25 Jahren klinischen Einsatz. Ihre Verabreichung ist
mittlerweile fester Bestandteil der medikamentösen Therapie von
Osteoporose, Morbus Paget, Plasmozytomen und tumorbedingten Osteolysen.
Auf eine dabei für den Patienten sehr schwerwiegende und aufgrund der
Therapieresistenz oftmals schwierig zu behandelnde Nebenwirkung wurde
im Jahr 2003 erstmals aufmerksam gemacht. Als sicher gilt heute, dass
es unter Bisphosphonat-Therapie zu Osteonekrosen im Kieferbereich
kommen kann. In der vorliegenden Studie wurden 24 Fälle (14 Frauen, 10
Männer; Durchschnittsalter 66 Jahre) Bisphosphonat-assoziierter
Kiefernekrosen untersucht. Die Patienten erhielten alle
Aminobisphosphonate - in mehr als der Hälfte der Fälle handelte es sich
dabei um das hochwirksame Zometa® (Zolendronat; Novartis). In 91,6% der
Fälle waren ossär metastasierende Malignome (Mamma- und Prostata-CAs)
sowie Plasmozytome/multiple Myelome Grund der Applikation. Klinisch
waren freiliegender Knochen, ulzerierende Schleimhautveränderungen,
Wundheilungsstörungen nach zahnärztlichen Eingriffen, Abszessbildung,
Fistelung, Parästhesien, rezidivierende bzw. zunehmende Schmerzen und
gelockerte Zähne zu beobachten. Die dabei auftretenden Symptome
besitzen jedoch keine ausreichende Spezifität, so dass es dem Kliniker
nur über die genaue Kenntnis der Anamnese möglich ist eine
Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrose zu diagnostizieren.
Die licht- und elektronenmikroskopischen Untersuchungen ergaben
variable Ausprägungsmuster der Nekrose. In der Mehrheit der Fälle lag
dabei eine eitrige Nekrose, in 20,8% der Fälle hingegen eine aseptische
Nekrose vor. In 79,2% der Fälle trat ein Actinomyces-Befall
unterschiedlicher Befallsstärke auf. In 33,3% konnten
Epithelproliferate und in seltenen Fällen Anzeichen eines reaktiven
Knochenumbaus (16,7%) beobachtet werden. Insgesamt besitzen die
histopathologischen Veränderungen wenig Spezifität, so dass der
Pathologe ohne Kenntnis des klinischen Gesamtaspektes nicht eindeutig
eine Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrose diagnostizieren kann und
zur Diagnose klinisch-anamnestische Daten und histologische Befund
zusammengeführt werden müssen. Ein hinsichtlich formalpathogenetischer
Überlegungen wichtiges histomorphologisches Ergebnis stellte die
signifikante Zunahme der Trabekeldicken (p < 0.04) Bisphosphonat
behandelten Knochens im Vergleich zu gesundem dar. Die Sklerosierung
führt konsekutiv zu einer Verschlechterung der Durchblutungs- und
Ernährungssituation und damit auch der Abwehrlage des Kieferknochens
und stellt den entscheidenden Ausgangspunkt für die Entstehung von
Osteonekrosen dar. Konsens besteht aufgrund der bisherigen
Forschungsergebnisse darüber, dass zur Entwicklung der unter
Bisphosphonat-Therapie beobachteten Kiefernekrosen jedoch eine Reihe
zusätzlicher Risikofaktoren im Sinne eines multifaktoriellen Geschehens
bedeutsam sind. In Übereinstimmungen zu anderen Forschungsarbeiten
konnte in der eigenen Arbeit der zahnärztliche Eingriff als ein
wichtiger Risikofaktor identifiziert werden.
Kurzfassung auf Englisch: Since 30 years
bisphosphonates are applyed for therapeutical purposes. Today they have
a wide field of application in osteology, onkology and haematology.
Bisphosphonates are considered to be well-tolerated medicaments. 2003
however it was advices of a serious side-effect: bisphosphonates are
able to trigger osteonecrosis of the jaw. In the present study clinical
symptoms and histomorphological characteristicsare examined^in 24 cases
clically ensured bisphosphonate-associated osteonecrosis of the jaws.
In addition patogenetic factors are discussed.

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