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URN: urn:nbn:de:bvb:20-opus-44363
URL: http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/volltexte/2010/4436/


Sprachverstehen im Störlärm mit dem Würzburger Kindersprachtest

Speech perception in noise with the Wuerzburger speech reception test

Steigenberger, Christian Rainer

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SWD-Schlagwörter: Sprachverstehen , Störgeräusch , Sprachaudiometrie , Pädaudiologie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Würzbruger Kindersprachtest , Störlärm , Diskriminationsverhalten
Freie Schlagwörter (Englisch): speech reception , noise , speech audiometry , children
Institut: Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkranke
Fakultät: Medizinische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Shehata-Dieler, Wafaa (Prof. Dr. med.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.11.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 18.01.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Zu den erstaunlichsten Eigenschaften des auditorischen Systems zählt die Fähigkeit Sprachsignale auch in lauter Umgebung wahrnehmen, verarbeiten und verstehen zu können.
Diese Fähigkeit bildet zusammen mit der Sprachproduktion die Grundlage der menschlichen audio-verbalen Kommunikation. Schließlich spielen sich Gespräche im Alltag selten in absoluter Ruhe ab. Hörgesunde Menschen sind sogar in der Lage in Anwesenheit intensiver Störgeräusche wie Verkehrslärm oder Stimmengewirr eine Unterhaltung zu führen
Die vorliegende Arbeit sollte klären, inwieweit der Würzburger Kindersprachtest für die Anwendung im Störgeräusch geeignet ist. Ein weiteres Ziel war das Sprachverstehen im Störlärm von Kindern im Alter von fünf bis neun Jahren mit Hilfe des Würzburger Kindersprachtests zu untersuchen.
Insgesamt nahmen 24 Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahren an der Studie teil. Davon waren 11 Mädchen und 13 Jungen. Das Durchschnittsalter betrug 6,8 Jahre. Als Testmaterial diente der Test IV des Würzburger Kindersprachtests (WueKi), bestehend aus 3 Listen zu je 20 zweisilbigen Wörtern und als Störgeräusch das Würzburger Rauschen, das durch zeitversetzte 32fache Überlagerung des gesamten Sprachmaterials generiert wurde. Der Test ließ sich in allen Fällen problemlos bei guter Akzeptanz seitens der Kinder durchführen.
Für jedes Kind gelang es, bei einem Signalpegel von 60 dB die individuelle Sprachverständlichkeitsschwelle (speech reception threshold, kurz SRT) in Abhängigkeit des Signal-Rauschabstands (signal-to-noise ratio, kurz SNR) zu bestimmen. Sie betrug im Durchschnitt -8,3 dB SNR, -7,7 dB SNR für die Liste 1, -9,2 dB SNR für die Liste 2 und -8,1 dB SNR für die Liste 3.
Es ließ sich ein geringer, nicht signifikanter Alterseffekt zu Gunsten der älteren Kinder nachweisen.
Die Ergebnisse wurden in zwei Gruppen eingeteilt. In Gruppe 1 fiel der Schwierigkeitsgrad der Höraufgabe ab, während er in Gruppe 2 anstieg. Die SRT betrug in Gruppe 1 -6,4 dB SNR und in Gruppe 2 -9,2 dB SNR.
Insgesamt ist der Würzburger Kindesprachtest geeignet, das individuelle
Sprachverständnis eines Kindes im Störlärm zu bestimmen und stellt deshalb
ein sinnvolles Instrument bei der Anpassung und Verlaufsbeurteilung
moderner Hörhilfen dar. Ebenso ist ein Einsatz in der Diagnostik von
Hörstörungen denkbar.
Kurzfassung auf Englisch:

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